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Berühmte Franken Nikolaus
LenauDichter * 13.08.1802 zu Csatad (Ungarn) + 22.08.1850 zu Oberdöbling bei Wien Nikolaus Lenau, eigentlich Nikolaus Niembsch – Edler von Strehlenau, kam Anfang November 1831 nach Heidelberg, um hier die medizinische Doktorprüfung abzulegen. Im Matrikelbuch der Universität (1825 – 1840) findet sich unter dem 5. November (Nr. 479) sein eigenhändiger Eintrag. Er wohnte damals im „König von Portugal“ (Hauptstr. 146). Lenau hatte schon ab 1820 in Wien Kontakt zu Burschenschaftern und muß ihn unmittelbar nach seiner Ankunft in Heidelberg wieder aufgenommen und weiter gepflegt haben. Die Burschenschafter, die nach ihrem damaligen Kneiplokal, dem „Goldenen Fäßchen“ (Ingrimstr. 16), den Namen „Fäßlerinaer“ trugen, haben ihn in ihre verbotenen Reihen aufgenommen, wovon ein Brief vom 1. Dezember 1831 an Karl Mayer Zeugnis ablegt. So darf er wohl als Mitbegründer der Frankonia I, die am 13.12.1831 nach langen vergeblichen Mühen vom Senat die Zulassung erhielt. Sie wurde ihr am 9.1.1832 wieder entzogen, da sie nur das „Aushängeschild der Burschenschaft oder eines Analogons derselben“ sei. In Heidelberg entstanden während dieser Zeit die Gedichte „An die Heidelberger Burschen, 29. November – In der Schenke“, Herbstgefühl, „Schilflieder“ (1-5), „Winternacht“ (1-2), „An einen Langweiligen“ und „Die Würmlinger Kapelle“. Das Gedicht „Die Heidelberger Ruine“ dagegen ist erst auf der Reise nach oder in Amerika entstanden bzw. vollendet worden. Lenau gab in seinen stimmungsvollen Gedichten und Balladen eigenem Schmerz und dem Leid der Welt ergreifend Ausdruck. 1844 verfiel er in Wahnsinn und lebte fortan in Heilanstalten. |
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