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Wilhelm Oncken
Historiker

+ 19. Dezember 1838 zu Heidelberg
+ 11. August 1905 zu Gießen

Wilhelm Oncken begann im WS 1856/57 das Studium der Geschichte und Philosophie und wurde im selben Semester aktiv. 1862 habilitierte er sich bei Ludwig Häusser und wurde 1866 außerordentlicher Professor für Geschichte an der Ruperto Carola. Ab 1867 lehrte er neben Treitschke, der Nachfolger Häussers geworden war. 1870 erhielt er einen Ruf als ordentlicher Professor nach Gießen.

Seit 1873 gehörte er für mehrere Jahre dem hessischen Landtag an, und von 1874 bis 1877 vertrat er die Nationalliberalen des Wahlkreises Gießen im Deutschen Reichstag. 1889 erfolgte die Ernennung zu Geheimen Rat.

Zu den wichtigsten Veröffentlichungen zählen die Herausgabe der „Allgemeinen Geschichte in Einzeldarstellungen“ (44 Bände1878 – 1894), „Staatslehre des Aristoteles“ (2 Bände 1870 – 1875), „Österreich und Preußen im Befreiungskrieg“ (2 Bände 1876 – 1879), „Das Zeitalter Friedrichs des Großen“ (2 Bände 1881 – 1882).

Aus der Heidelberger Zeit verdient Erwähnung die heute noch lesenswerte Abhandlung „Stadt, Schloß und Hochschule Heidelbergs, Bilder aus der Vergangenheit“.


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